Schluss mit dem ewigen Wachstum

Sylvia-Verena Michel Sylvia-Verena Michel pixelio.de
Im Kapitalismus ist Wachstum der entscheinde Motor für Glück, Zufriedenheit und Wohlstand. Alles muss immer weiter wachsen: die Wirtschaft, die Anzahl der eigenen Autos, das Zweit-Handy oder die Größe des Einfamilienhauses.


Die Natur dagegen ist da ganz anders orientiert. Ein Baum wächst nur bis zu seiner vorgegebenen Größe. Der eigene Körper stellt nach ca. 25 Jahren sein Wachstum ein.

Natürlich gibt es auch ein Wachsen der eigenen Ansprüche. So kann aus einer Single-Wohnung später mal eine 4 Zimmer Wohnung oder sogar ein Haus werden. Auch kann die Anzahl der Personen im Haushalt durch Heirat und Kinder wachsen. Aber auch hier ist irgendwann das Optimum erreicht. Soll heißen: jedes Lebewesen hat irgendwann seine "optimale Größe" seinen optimalen Zustand erreicht. Jedes weitere Wachstum wäre somit nicht nur schädlich für einen selbst sondern auch schädlich für alle anderen da durch diese "Auswucherungen" andere wiederum in ihren Wachstum beeinträchtigt - gestört werden.

Die Vergangenheit zeigt deutlich, dass Wachstum nicht unendlich sondern ein Spiel von Aufbau und Zerstörung ist. Nach dem letzten grauenvollen Weltkrieg ging es in Europa zuallererst um Wachstum. Das war damals sicherlich das richtige Konzept. Doch was kommt jetzt? Soll man sich wieder einen Krieg herbeiwünschen um wieder toll wachsen zu können?

Da mach ich nicht mit!

Ein Leser

1 comment

  • Da Zins dem wirtschaftlichen Umlauf Geld entzieht, kann es nur über Wachstum wieder ergäntzt werden, sodass die Wirtschaft weiter wirtschaften kann. Dort liegt der Motor. Es muss klar sein: überall wo Geld ohne Gegenleistung aus dem Wirtschaftskreislauf entzogen wird (und sei es noch so legal), werden am anderen Ende Probleme geschaffen (wir liegen alle unter derselben Decke). Exponentielles Wachstum, wie es bei Stechmücken fallweise örtlich vorkommt, hat spätestens nächsten Winter sein Ende...... Liebe Mitmenschen: zieht euch warm an....

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