Meditation kann Mitgefühl und Motivation steigern

Post 14. August 2012 By In Wissenswertes
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Meditation kann Mitgefühl und Motivation steigern Markus Salfeld

Forscher aus Leipzig haben festgestellt, dass Meditation Mitgefühl und Motivation steigern kann.

Hierbei handelt es sich um die sogenannte "Metta-Technik", die auch als "Liebende-Güte-Meditation" bekannt ist. Was der Forscher Klimecki mit Kollegen des Max-Planck-Institut herausgefunden hat, ist wirklich eine gute Nachricht. Durch das trainieren positiver Emotionen werden diese Gefühle präsenter im täglichem miteinander, so daß Verbundenheit und damit auch das Mitgefühl anderern Menschen gegenüber verstärkt wird.

Bei dIeser "Metta-Technik" stellt der Meditierende sich zunächst die Gesichter vertrauter, geliebter Menschen vor. DIe Gefühle von Wärme und Vertrautheit die während dieser Übung entstehen, versucht er dann auf die Gesamtheit seiner Mitmenschen auszudehnen. DIe Teilnehmer dieser Studie insgesamt 28 junge weibliche Versuchspersonen zwischen 18 und 35 Jahren erlernten die Meditation vim Verlauf mehrerer Sitzungen unter Anleitung eines Meditationslehrers. Eine Kontrollgruppe bekam ein Gedächtnistraining.

DIe Probanden im sogenannten Magnetresonazntomografen kurz FMRT untersucht, während sie sich kurze Filme mit Menschen in Not anschauten. Wie erwartet konnten sich die getesteten Personen intensiv in die Gefühle der gezeigten Personen hineindenken und beschrieben die Emotionen als überwiegend negativ.

Das FMRT zeigte bei beiden Gruppen, dass der Insula Bereich im Hirn, der warscheinlich für Empathie und für die innere Wahrnehmung des eigenen Körpers verantwortlich ist besonders aktiv war. Nach einigen Tagen der Meditation wurde wieder gemessen, wobei es nun Unterschiede in beiden Gruppen gab.Bei den Teilnehmern, die die Metta-Meditation erlernt hatten, waren Bereiche aktiver, die mit positiven Gefühlen, Belohnung und emotionaler Bindung verbunden sind, etwa der hinter den Augen in der Großhirnrinde gelegene mediale orbitofrontale Kortex oder das ventrale Striatum. „Wichtig ist, dass dabei das Nachfühlen des fremden Schmerzes nicht verschwand, sondern positive Empfindungen dazukamen", kommentiert Klimecki.

Die Empathie ging den Neurowissenschaftlern zufolge mit Gefühlen von Wärme, Offenheit und Fürsorge einher. Bei den Probanden aus der Gedächtnisgruppe zeigten sich dafür Veränderungen in anderen Arealen, zum Beispiel im Hippocampus.

„Die Teilnehmer haben mit der Metta-Meditation offensichtlich eine neue Technik erlernt, die es ihnen ermöglicht, anders mit Leiden und Stress umzugehen", folgert die Psychologin Tania Singer, Direktorin der Abteilung Soziale Neurowissenschaften des Instituts. Dass sich die Aktivitäten im Gehirn nach einem relativ kurzen Training deutlich von einem Areal auf das andere verlagern, ist für die Forscherin nicht weiter erstaunlich. Diese funktionelle Plastizität mache sich, anders als eine bleibende Veränderung der Strukturen des Gehirns, schon kurzfristig bemerkbar, erläutert Singer.

Dass Meditation den Umgang mit Stress verbessern und die Konzentrationsfähigkeit erhöhen kann, wurde schon gezeigt. Was bisher nicht im Mittelpunkt stand, war das soziale Feld der Emotionen. „Wir haben uns bewusst für die ,Liebende Güte'-Meditation entschieden, weil es uns auf die Auswirkungen auf diese sozialen Emotionen ankommt", sagt Singer. Sie ist fest davon überzeugt, dass die Veränderungen sich auch auf das Handeln der meditierenden Menschen auswirken werden. Anders als im Klischee vom kontemplativen, passiven Meditierenden

 

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